Eine Reise zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen sozialen Utopien und neuen ökologischen Vorstellungen, zwischen Erinnerung und der Möglichkeit der Regeneration. Vom 6. bis 13. April verwandelt das Post-Cologne Festival die ehemaligen Marinekolonien von Marina di Massa in eine Kulturwerkstatt, einen Kreuzungspunkt für Reflexion und Experiment.
Mit einem transdisziplinären Programm aus Performances, Installationen, Begegnungen und Projektionen hinterfragt das von Martina Angelotti und Emanuele Guidi kuratierte Festival die Widersprüche unserer Zeit, ausgehend von einer symbolträchtigen Architektur: dem FIAT-Turm in Marina di Massa. Der 1933 von dem Ingenieur Vittorio Bonadè Bottino auf Initiative von Senator Agnelli errichtete Turm war einst Teil eines Systems von Kolonien, in denen die Kinder der Arbeiterklasse zu einem erzieherischen und therapeutischen Urlaub untergebracht waren. Heute, in einem radikal veränderten Kontext, verwandelt sich dieser Ort für eine Woche in ein Observatorium und einen Verstärker der Geschichte und der sozialen Transformationen.
Der Turm von Marina di Massa, die einzige noch in Betrieb befindliche Kolonie, wird der Hauptschauplatz des Festivals sein, mit Blick auf das Tyrrhenische Meer auf der einen und die Apuanischen Alpen auf der anderen Seite. Ein emblematischer Ort, der sowohl vom Traum des Volkstourismus als auch von seinem Niedergang erzählt, zwischen verlassenen Gebäuden und neuen Formen der spontanen Wiederverwendung.
Post-Cologne will nicht nur ein kulturelles Ereignis sein, sondern auch eine Plattform für Forschung und Phantasie. Im Mittelpunkt des Festivals stehen die ehemaligen Marinekolonien als Räume des alternativen Zusammenlebens, fernab eines produktivistischen und konsumorientierten Modells, mit neuen Perspektiven der Integration und Nachhaltigkeit.
Entlang der Rampe des Turms zeichnet eine Videoausstellung Fragmente der Geschichte nach, die offizielle Erzählungen in Frage stellt und Fragen zur Zukunft aufwirft. Die Räume des Turms werden zu bewohnbaren und interaktiven Umgebungen, offen für die Bürgerschaft und für Eingriffe von Künstlern, Historikern, Soziologen, Stadtplanern und Aktivisten.
Ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm wird die Woche beleben: thematische Treffen zur Stadterneuerung, Führungen durch die ehemaligen Kolonien und die umliegende Landschaft, Klangerlebnisse und künstlerische Performances. Themen sind u. a. die Beziehung zwischen Ökologie und Stadtplanung, die Bedeutung des Urlaubs in der heutigen Gesellschaft und der Vergleich zwischen produktiver und freier Zeit.
Die ehemaligen Marinekolonien an der apuanischen Küste, die zwischen dem frühen 20. Jahrhundert und der Zeit des Faschismus entstanden, waren als kollektive Ausbildungsstätten gedacht, in denen sich die Jugendlichen auf eine Zukunft in einer Fabrik oder in der Armee vorbereiten sollten. Als Orte der Fürsorge und Disziplin, aber auch der Hoffnung und des Versprechens sozialer Gerechtigkeit, verkörperten sie die Idee eines für alle zugänglichen Volkstourismus.
Wie an der Riviera Romagnola, an der pisanischen Küste und an der Küste von Ostiense prägten diese Architekturen jahrzehntelang die Landschaft. Doch seit den 1980er Jahren, als ihre Nutzung zurückging, wurden viele Kolonien aufgegeben und hinterließen baufällige Strukturen, leere und unfertige Räume. Zeugnisse einer vergangenen Epoche, aber auch Territorien der Möglichkeiten und neuen Aneignungen, ob legal oder nicht.
Heute, da die Klimakrise die Küstenlandschaft verändert und die Existenz dieser Architekturen bedroht, will das Festival die Debatte über die Wiederherstellung von Bedeutung und Funktion dieser Orte neu entfachen.
Das Festival beginnt am Sonntag, dem 6. April, von 16 bis 20 Uhr im Torre Marina. An den folgenden Tagen bietet das Programm ein intensives Erlebnis mit Aufführungen, Begegnungen und Workshops.
Es wird möglich sein, die ehemaligen Kolonien mit Führungen zu erkunden, an Kunstinstallationen teilzunehmen, die das Konzept der Leere und der Wiederverwendung neu interpretieren, und den Geschichten ehemaliger Arbeiter zuzuhören, die diese Räume einst belebten. Es wird auch Momente geben, die den Jüngsten gewidmet sind, mit Kreativ-Workshops für Kinder und offenen Besuchen in weiterführenden Schulen.
Ein weiteres zentrales Element wird die Beziehung zur Landschaft sein: Die Strände und die Umgebung des Turms werden zum Schauplatz künstlerischer und klanglicher Interventionen, mit Musik bei Sonnenuntergang und Eindringen in das Gelände.
Post-Cologne Festival lädt das Publikum ein, nicht nur zu beobachten, sondern den Ort aktiv und partizipativ zu erleben. Die Möglichkeit, sich an der Küste in einem “Post-Köln” aufzuhalten, macht die Erfahrung noch intensiver und ermöglicht es, mit der Atmosphäre und den Erinnerungen der Gegend in Kontakt zu kommen. Alle Veranstaltungen sind nach vorheriger Anmeldung kostenlos, das vollständige Programm ist in Kürze online unter post-colonia.it verfügbar .
![]() |
Post-Köln: im FIAT-Turm in Marina di Massa ein Festival über Architektur im Wandel |
Achtung: Die Übersetzung des italienischen Originalartikels ins Deutsche wurde mit Hilfe automatischer Tools erstellt. Wir verpflichten uns, alle Artikel zu überprüfen, aber wir garantieren nicht die völlige Abwesenheit von Ungenauigkeiten in der Übersetzung aufgrund des Programms. Sie können das Original finden, indem Sie auf die ITA-Schaltfläche klicken. Wenn Sie einen Fehler finden, kontaktieren Sie uns bitte.