Vom 22. Februar bis zum 17. Mai 2025 findet in der Galerie Andrea Nuovo Home in Neapel Prolegomeni statt, die persönliche Ausstellung von Michele Chiossi (Lucca, 1970), einem Künstler, der seit Jahren über die zeitgenössische Gesellschaft und die Konstruktion der Bilder, die unser Leben durchdringen, nachdenkt. Die Eröffnung der Ausstellung, die am 22. Februar ab 17 Uhr stattfindet, ist der Beginn einer Reise durch 17 Werke, die Fragen und Überlegungen zur heutigen Realität und zur Welt der Kunst aufwerfen.
Michele Chiossi ist ein vielseitiger Künstler, der eine Vielzahl von Materialien verwendet, die von Marmor und Aluminium bis hin zu modernen Harzen und Lichtern wie Neon und LEDs reichen. Sein Markenzeichen, ein Zickzack-Zeichen, spricht jedoch Bände über seine ästhetische Untersuchung und seine Fähigkeit, die Welt um ihn herum neu zu gestalten. Seine Werke sind echte dynamische Interpretationen, überarbeitet und gefiltert durch die Intuition und die Hand des Künstlers. Mit Prolegomeni bietet Chiossi daher eine Art Einführung, eine Vorüberlegung, die die Grundlage für eine tiefergehende Lektüre seiner aktuellen und früheren Werke bildet.
Die Ausstellung gliedert sich in eine Vielzahl von Formen und Techniken, die von leichten und beweglichen, aber scharfen und polierten Aluminiumskulpturen über massive Werke aus Marmor, Terrakotta, Stahl und Holz bis hin zu Videoinstallationen und so genannten Vorhangbildern reichen. Jedes Werk der Ausstellung regt den Betrachter dazu an, die Grundlagen der heutigen Gesellschaft zu hinterfragen. In einer Zeit, die von Raserei, Konsumdenken, Individualismus und Oberflächlichkeit geprägt ist, wird Chiossis Kunst zu einem Instrument der kritischen Reflexion, zu einer Art Querschnitt, der die Rationalität und die Gewissheiten, die unsere Welt strukturieren, in Frage stellt.
Prolegomeni ist also eine Ausstellung, die eine Diskontinuität mit der konventionellen Sichtweise von Gesellschaft und Kunst vorschlägt. Chiossi will die Realität nicht einfach nur beschreiben, sondern sie provozieren, demontieren und rekonstruieren. Mit einer Sprache, die Ironie und Überschreitung nicht verschmäht, gelingt es dem Künstler, die Stereotypen und Konventionen, die unser tägliches Leben bestimmen, zu destabilisieren. Seine Untersuchung ist sowohl ästhetisch als auch sozial, und seine Werke scheinen eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, zwischen der Tradition und den modernsten Instanzen der Kunst und der visuellen Kultur zu schlagen.
Der Künstler bezieht sich auf verschiedene ästhetische Bereiche, die seine Forschung beeinflusst haben, von der Pop Art bis zur Transavantgarde, aber auch auf das postmoderne Design, und schafft so eine Mischung von Sprachen, die sich einer einfachen Definition entzieht. Die ausgestellten Werke sind von einer starken evokativen Komponente durchdrungen, die auf künstlerische Strömungen verweist, die die jüngere Kunstgeschichte geprägt haben. Darüber hinaus entwickelt Chiossi durch die Synthese traditioneller Formen und moderner Technologien eine Reflexion über die Ästhetik der Gegenwart, eine Ästhetik, die nicht Ausdruck von Schönheit ist, sondern Symbol einer tiefgreifenden Ernüchterung, einer Dekonstruktion der Ideale von Perfektion und Authentizität. Chiossis Forschung ist in der Tradition der Kunst verwurzelt, eröffnet aber gleichzeitig einen Raum für die Erforschung zeitgenössischer Sprachen, in dem sich Bedeutungen und Formen ständig überschneiden und die Veränderungen und Widersprüche der heutigen Gesellschaft widerspiegeln. Die Ausstellung öffnet sich wie ein Fenster zu einer Welt, die man für rational hält, die aber in Wirklichkeit von Ungewissheit und Fragmentierung durchdrungen ist. Chiossis Werk wird so zu einer Gelegenheit, darüber hinaus zu blicken, sich zu öffnen auf der Suche nach einer verlorenen Substanz des Begehrens, einer Substanz, die sich nicht nur in der Materie, sondern auch in den Sprachen und Codes widerspiegelt, die unsere Existenz regeln. Kritischer Text (Interview) von Fabrizio Meris.
Der 1970 in Lucca geborene Michele Chiossi entwickelte schon in jungen Jahren ein starkes Interesse an Kreation, Konstruktion, Kochen und Materie. Seine nomadische Natur führte ihn aufgrund familiärer Notwendigkeiten dazu, in verschiedenen Städten zu leben. Nach seinem Studium an der Akademie der Schönen Künste in Florenz zog er Anfang der 1990er Jahre nach New York, wo er bis 2000 lebte. Danach ließ er sich in Mailand nieder, wo er bis 2019 lebte, bevor er nach Forte dei Marmi zog. Chiossi ist in erster Linie Bildhauer und hat sich mit einer Vielzahl von Materialien auseinandergesetzt, die von eher traditionellen Materialien wie Marmor bis hin zu Gussarbeiten aus Bronze, Aluminium, Messing und Silber reichen. Er hat auch mit Terrakotta und technologischen Materialien wie Harzen, Gummi, Neon und LEDs gearbeitet. Eine weitere grundlegende Praxis seiner künstlerischen Forschung ist die Zeichnung, die er auf eine persönliche und unverwechselbare Weise entwickelt hat und die durch eine Zickzacklinie gekennzeichnet ist. Dieses freihändig gezeichnete Element besteht aus horizontalen und vertikalen Linien, ohne Kurven, und hat im Laufe der Zeit eine plastische Festigkeit erlangt, die sich zu einer dreidimensionalen skulpturalen Form entwickelt. Seine bevorzugten Themen sind poetische Träumereien, spirituelle Reflexionen, gastronomische Referenzen, Pop- und klassische Kultur, mit einem Schwerpunkt auf Symbolik, Mythos und der Schaffung von evokativen und metaphorischen Inhalten.
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Michele Chiossi erforscht die zeitgenössische Gesellschaft in seiner Einzelausstellung in Neapel |
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