Vom 13. April bis zum 10. August 2025 zeigt das MASI Lugano die von Cristina Sonderegger kuratierte Ausstellung Ferdinand Hodler - Filippo Franzoni, die die Freundschaft und Verbundenheit zwischen zwei Schweizer Künstlern aus dem 19. und 20. Durch den Dialog zwischen einer bedeutenden Auswahl von Werken von Filippo Franzoni (Locarno, 1857 - Mendrisio, 1911) und - zum Teil weniger bekannten - Gemälden von Ferdinand Hodler (Bern, 1853 - Genf, 1918) aus bedeutenden öffentlichen und privaten Schweizer Sammlungen werden zum ersten Mal Momente der Annäherung im Werk der beiden Künstler aufgezeigt. Während Hodler allgemein als einer der repräsentativsten Vertreter des Symbolismus gilt, ist Franzoni ausserhalb der italienischen Schweiz kaum bekannt. Filippo Franzoni stammt aus einer liberalen bürgerlichen Familie und wurde an der Akademie der Schönen Künste von Brera in Mailand ausgebildet. Er näherte sich der Scapigliata-Kultur an und knüpfte später eine Verbindung zur Gemeinschaft des Monte Verità in Ascona. Hodler hingegen bildete sich nach einer Lehrzeit bei einem Landschaftsmaler in Genf künstlerisch aus und wurde Teil der Genfer Landschaftsmalerei-Tradition.
Obwohl sie anfangs in unterschiedlichen Künstlerkreisen verkehrten, kreuzten sich ihre Wege ab 1890 in der aufstrebenden Schweizer Kunstszene. Sie nahmen beide aktiv an wichtigen Jurys und Ausstellungen teil und trugen dazu bei, eine kulturelle Brücke zwischen den verschiedenen Sprachregionen des Landes zu schlagen. Hodler und Franzoni zeichnen sich auch als einzigartige Interpreten der Schweizer Landschaft aus, die die Wahrnehmung des von ihnen vertretenen Territoriums entscheidend geprägt haben: der Genfersee und die Schweizer Alpen im Fall von Hodler, der Lago Maggiore und die Umgebung von Locarno im Fall von Franzoni.
Die Ausstellung des MASI entwickelt sich als Dialog zwischen den beiden Künstlerpersönlichkeiten und vergleicht achtzig Gemälde, die in vier Jahrzehnten entstanden sind. Die Ausstellung zeichnet deren Entwicklung von 1870, dem Jahr, in dem Hodler seine Tätigkeit aufnahm, bis 1911, dem Todesjahr Franzonis, nach. Das zentrale Thema der Ausstellung ist die Schweizer Landschaft mit ihren wechselnden Stimmungen und Lichtspielen. Die ausgestellten Werke zeigen, wie beide Künstler ähnliche Sujets interpretierten und dabei zu formalen und kompositorischen Lösungen gelangten, die manchmal erstaunlich ähnlich waren. Die Ausstellung unterstreicht auch die fortschreitende Loslösung von akademischen Zwängen und zeigt eine Entwicklung auf, die zu einer immer lebendigeren expressiven Sublimierung führt. Diese stilistische Entwicklung wird besonders in emblematischen Werken wie Hodlers Genfersee von Chexbres aus gesehen und Franzonis majestätischem Maggia-Delta deutlich.
“Ferdinand Hodler revolutionierte die Darstellung der Schweizer Landschaft, die er nicht nur als realistisches und stimmungsvolles Abbild, sondern auch als Träger von spirituellen und symbolischen Botschaften verstand”, erklärt Tobia Bezzola, Direktor des Museums. "Seine stilisierten, großformatigen Darstellungen, ob von Alpengipfeln oder Ansichten des Genfer Sees, reduzieren Formen und Farben auf das Wesentliche und verwandeln die Landschaft in ein universelles Symbol für Zeit, Raum und Ewigkeit. In dieser Hinwendung zur symbolischen Sublimierung der Landschaft wird Hodler unter seinen Zeitgenossen vor allem von einem Tessiner Maler unterstützt: Filippo Franzoni.
Die für diese Ausstellung ausgewählten Landschaften von Hodler sind auf seine intimsten Recherchen zurückzuführen und umfassen auch einige innovative Gemälde, die in Locarno entstanden sind, an Orten, die sein Freund Franzoni liebte. Neben den Porträts werden auch Werke mit symbolistischem Hintergrund gezeigt, eine Sprache, für die beide Künstler sensibilisiert waren, die aber in ihrem jeweiligen künstlerischen Schaffen unterschiedliche Entwicklungen genommen hat.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog bei Edizioni Casagrande Bellinzona (italienische Ausgabe) und beim Verlag Scheidegger&Spiess Zürich (deutsche Ausgabe) mit Texten von Cristina Sonderegger, Monika Brunner und Veronica Provenzale sowie einem Vorwort von Tobia Bezzola, Direktor des MASI Lugano.
![]() |
Landschaftswerke von Ferdinand Hodler und Filippo Franzoni im Dialog im MASI Lugano |
Achtung: Die Übersetzung des italienischen Originalartikels ins Deutsche wurde mit Hilfe automatischer Tools erstellt. Wir verpflichten uns, alle Artikel zu überprüfen, aber wir garantieren nicht die völlige Abwesenheit von Ungenauigkeiten in der Übersetzung aufgrund des Programms. Sie können das Original finden, indem Sie auf die ITA-Schaltfläche klicken. Wenn Sie einen Fehler finden, kontaktieren Sie uns bitte.