In der historischen Sala delle Grasce von Pietrasanta, einem ehemaligen Getreidespeicher, der heute als Ausstellungsraum dient, wurde die Einzelausstellung von Giuseppe Barilaro (Catanzaro, 1988) mit dem Titel Vertigo eröffnet. Die von TralArt kuratierte Ausstellung wurde am 22. März 2025 in Anwesenheit der stellvertretenden Bürgermeisterin Francesca Bresciani und der Kuratorin Beatrice Bortoluzzi eröffnet, die dem Publikum den künstlerischen Weg des Autors vorstellten. Vertigo ist bis zum 6. April geöffnet und kann von Dienstag bis Sonntag von 16 bis 19 Uhr kostenlos besichtigt werden.
Der aus Kalabrien stammende Künstler Barilaro zeichnet sich durch eine Maltechnik aus, die darauf abzielt, das traditionelle Konzept der Schöpfung zu unterlaufen. Seine Herangehensweise ist in erster Linie destruktiv: Die Leinwände werden zerkratzt, verbrannt, teilweise zerstört, um dann neue Ausdrucksformen zu enthüllen. Jeder Eingriff in die Bildoberfläche wird zu einem Akt der Subtraktion, der das Werk nicht verarmt, sondern es mit neuen Bedeutungen und Anregungen bereichert. Barilaros Kunst ist in der Tat aus dem Kontrast geboren. Die Verbrennung, die einen Akt der Auslöschung suggerieren könnte, wird stattdessen zu einer Matrix neuer visueller Möglichkeiten und verwandelt die Oberfläche in ein Feld expressiver Spannung. Die Zerstörung schafft Raum für das Unerwartete, anstatt es ungeschehen zu machen. In dieser Dynamik von Subtraktion und Regeneration befreit der Künstler die Malerei von jeglicher Vorhersehbarkeit und distanziert sie von dem, was bereits gesehen und erlebt wurde.
“Meine Malerei ist rein klassisch, aber mit zeitgenössischen Transplantaten”, sagt Barilaro, “ich male in Öl, lasse es so lange trocknen, wie es nötig ist, und dann reiße ich die Farbe mit einer Flamme ab. Was übrig bleibt, wird mit einem Spachtel geformt und bearbeitet, um das richtige Gleichgewicht zwischen Form, Zeichen und Farbe zu finden”.
Die Einrichtung der Ausstellung in der Sala delle Grasce soll den Sinn dieser Forschung noch verstärken. Einst ein Ort des Sammelns und Bewahrens, wird der Raum zum Zeugen einer Kunst, die sich aus der Vergangenheit speist, um neue Ausdrucksmöglichkeiten zu schaffen. Ein Dialog zwischen der kreativen Geste und dem historischen Kontext, der in Barilaros Praxis eine perfekte Synthese findet. Die verbrannten Oberflächen der Werke, die gewaltsam eingravierten Spuren, die Spuren eines Eingriffs, der zwischen Gewalt und Zartheit zu schweben scheint, vermitteln daher ein Gefühl von ursprünglicher Energie, die den Betrachter erschüttert und ihn einlädt, die tiefe Bedeutung des künstlerischen Schaffens zu hinterfragen.
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Die Kratzer von Giuseppe Barilaro in Pietrasanta ausgestellt |
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