Der Thesaurus Linguarum Hethaeorum digitalis (TLH dig), ein Projekt mit dem Ziel, ein dynamisches und ständig wachsendes digitales Archiv zu schaffen, wurde im März 2025 mit der Beta-Version 0.2 aktualisiert, wodurch sich die Möglichkeiten für die hethitische Wissenschaft grundlegend ändern. Das Tool, das völlig kostenlos und ohne Registrierung online zugänglich ist, sammelt Transliterationen von Keilschriftmanuskripten aus Sammlungen hethitischer Tafeln, die bereits wissenschaftlichen Standards entsprechen und reichhaltig kommentiert sind. Sein Ziel ist es, eine unentbehrliche Ressource für die Forschung zu werden, indem es die Erforschung alter und fragmentarischer Texte über eine intuitive und einfach zu bedienende Schnittstelle ermöglicht.
Im Gegensatz zu einer traditionellen kritischen Edition präsentiert sich TLH dig weder als Wörterbuch noch als endgültiges Werk mit enzyklopädischem Charakter, sondern als ein sich entwickelndes Projekt, das fortgeschrittene und kollaborative Forschungsaktivitäten unterstützen soll. Ein grundlegender Aspekt von TLH dig ist sein Peer-Review-Charakter: Jede Transliteration ist Teil eines lebendigen Archivs, das dank der Beiträge der wissenschaftlichen Gemeinschaft von Experten, die über das Projekt problemlos neue Transliterationen hinzufügen können, ohne endgültige Ausgaben der Texte vorlegen zu müssen, ständig aktualisiert wird.
Die Plattform ist das Ergebnis zahlreicher Forschungsarbeiten in diesem Bereich, ein Projekt, das sich aus den Daten zahlreicher Forscher speist und den Zugang zu über 21 000 Keilschrifttafeln und -fragmenten ermöglicht, die bereits transliteriert und veröffentlicht worden sind. Die kollektive Arbeit hat mit der Beta-Version 0.2 einen wichtigen Meilenstein erreicht, der nun 98% der bekannten Keilschrifttexte aus bereits veröffentlichten hethitischen Sammlungen bietet. In dieser neuen Phase des Projekts wurde die Menge der zugänglichen Daten deutlich erhöht, wodurch der Umfang des Korpus erweitert und TLH dig zu einem der umfassendsten und fortschrittlichsten Werkzeuge für die hethitische Philologie wurde.
Die Entwicklungsarbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG ) im Rahmen eines gleichnamigen Projekts finanziert und erfolgte in Zusammenarbeit mit mehreren deutschen Universitäten, darunter Mainz, Marburg und Würzburg. Zu den wichtigsten Forschern, die an dem Projekt mitgewirkt haben, gehören Fabio Bastici, Doris Prechel, Birgit Christiansen, Paul Herdt und Herbert Baier, die sich zusammengetan haben, um eine digitale Architektur zu entwickeln, die für die Konsultation und Verwaltung von so komplexem Material wie Keilschrift geeignet ist.
Einer der innovativsten Aspekte von TLH dig ist auch sein kollaborativer Ansatz: Das Projekt ist als offener Raum konzipiert, zu dem jeder Forscher beitragen kann. So können Wissenschaftler Transliterationen von Keilschrifttexten einfügen, die noch nicht an anderer Stelle veröffentlicht wurden, und so den Korpus mit neuen Entdeckungen und Überlegungen bereichern. Dieser Ansatz, der die Plattform für ein breites Spektrum von Forschern zugänglich macht, wird durch das Design der Plattform selbst ermöglicht, das keine Vorabprüfung vorschreibt und eine kontinuierliche kollektive Weiterentwicklung und Korrektur zulässt.
Die Zugänglichkeit ist eine weitere Stärke des Projekts: Alle Daten sind online frei zugänglich, ohne dass eine Registrierung erforderlich ist. Es ist möglich, durch die Transliterationen zu navigieren und jedes Dokument nach Datum, Art oder Herkunft zu durchsuchen. Die Benutzer können auch leistungsstarke Suchwerkzeuge nutzen, um bestimmte Elemente der Keilschrifttexte zu analysieren, wie z. B. Wortschatz, Grammatik und Thema.
Im Rahmen dieser Entwicklung ist die endgültige Version von TLH dig für Ende 2025 geplant, wenn das Projekt mit der Veröffentlichung aller offiziell anerkannten Transliterationen abgeschlossen sein wird. Bis dahin wird die Gemeinschaft der Experten und Forscher weiterhin aktiv zum Projekt beitragen, es verbessern und bereichern, um einen möglichst breiten und umfassenden Überblick über die hethitischen Keilschrifttexte zu gewährleisten. Das Projekt wird im Rahmen desHethitologie-Portals Mainz (HPM) durchgeführt, einem von derUnion der deutschen Akademien geförderten Referenzportal für hethitische Studien.
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TLH dig Beta 0.2: ein neuer Schritt in der Digitalisierung von mehr als 21.000 hethitischen Tafeln |
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